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Kampfkunst als Therapie

Die sozialpädagogische Relevanz asiatischer Kampfsportarten.-Aufgezeigt am Beispiel des sporttherapeutischen «Shorinji-Ryu» (-Karatedo) zum Abbau der Gewaltbereitschaft und Aggressivität bei inhaftierten Jugendlichen

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Jörg-Michael Wolters

Die vorliegende Untersuchung befaßt sich mit der Theorie und Praxis eines erziehungswissenschaftlich begründeten Behandlungsansatzes für hochaggressive Gewaltstraftäter im Jugendvollzug. Auf der Grundlage eines lerntheoretischen Paradigmas wird ein sportorientiertes Anti-Aggressivitäts-Training für gewalttätige Wiederholungstäter (Körperverletzer) entwickelt. Die sporttherapeutischen Inhalte dieser delikt- und defizitspezifischen Maßnahme, die vor allem auf den traditionellen asiatischen Kampfkünsten zur Erlangung von Körper- und Selbstbeherrschung (Yoga, T'ai-Chi, Zen-Meditation und Shorinji-Ryu-Karate-Do) basieren, werden ausführlich beschrieben und hinsichtlich ihrer Aggressivität und Gewaltbereitschaft abbauenden Effekte überprüft. Anhand von quantitativen und qualitativen Evaluationsstudien wird schließlich die sozialerzieherische Relevanz des Konzeptes belegt. Mit dieser Studie, die von den Universitäten Lüneburg (Sozialpädagogik), Göttingen (Kriminologie) und Heidelberg (Sportwissenschaften) betreut wurde, wird eine neue Methode der Friedenserziehung vorgelegt.
Aus dem Inhalt: Sport und Sozialpädagogik - Soziales Lernen - Erlebnispädagogik - Sport als Therapie - Theorie und Praxis asiatischer Kampfkünste - Philosophie - Sport im Strafvollzug - Kampfkunst (Shorinji-Ryu) als Anti-Aggressivitäts-Training - Sporttherapeutische Inhalte - Empirische Effizienzüberprüfung - Qualitative und Quantitative Evaluation des Bundespilotprojektes.