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Die Spiegelung in Otto F. Walters Werk

Untersuchung eines Strukturmerkmals des modernen Romans

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Marc König

Die vorliegende Untersuchung beschreibt in Otto F. Walters Prosawerk die Spiegelung oder die «mise en abyme», wie dieses Verfahren in der französischen Literaturwissenschaft genannt wird. Otto F. Walter ist überzeugt, dass der Roman, der ungebrochen «Ich» sagt, nicht mehr genüge, um die kollektiven und individuellen Erfahrungen des heutigen Menschen auszudrücken. Auf der Suche nach neuen Erzählformen experimentiert er mit der literarischen Erzählsituation und entwickelt verschiedene Formen der Spiegelung.
Die Arbeit zeigt, dass die Spiegelung, die als Strukturmerkmal neuen Schreibens gilt, einen neuen Leser intendiert. Sie untersucht das Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion in Otto F. Walters Oeuvre und reiht den Autor in den grösseren Zusammenhang des Nouveau Roman ein.
Aus dem Inhalt: U.a. Grundtypen der Spiegelung - Die Spiegelung des literarischen Produktionsaktes in Walters neueren Romanen - Erzählte Zeit in erzählten Bildern - Die Thematisierung von Kompositionsmerkmalen - Die mehrfache Spiegelung des Themas - Die Thematisierung des Leserbewusstseins - Die Spiegelung und das Spiegelmotiv - Das Kapitel «Zeit des Spiegels» im Roman «Zeit des Fasans».