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Ein Buch der Freundschaft über getrennte Welten hinweg

Die Korrespondenz zwischen Wilhelm Bolin und Paul Heyse

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Susanne Frejborg

Es ist zunächst Paul Heyses Feuerbach-Anhängerschaft, die den unter seiner 'nordischen Abgeschiedenheit' leidenden Bibliotheksdirektor Wilhelm Bolin aus Helsinki zur Kontaktaufnahme mit dem Münchner Dichterfürsten veranlaßt. Doch soll es gerade Ludwig Feuerbach und seine Philosophie sein, der im Laufe der Zeit zu grundsätzlichen Meinungsveschiedenheiten zwischen den beiden Korrespondenzpartnern führt. Wahlverwandtschaften indes zeigen sich in literaturtheoretischen Anliegen: Sowohl der Theatermann Bolin, der drei Jahre lang die Direktion des Schwedischen Theaters in Helsinki innehat, als auch der nach eigener Einschätzung stets verkannte Dramatiker Heyse lehnen «Zeitgeschmacks-Marotten» wie Ibsen- und Wagner-Kult entschieden ab.
Aus dem Inhalt: Einleitung: Der Theatermann Bolin und der Dramatiker Heyse. Das «Glück der Zweieinigkeit» versus die «freie Beziehung gleichgestimmter Wesen» - «Wagnerunwesen» und «Ibsen-Korybanten» - Vom alten und vom neuen Glauben - Die Nord-Süd-Achsen: Berlin-München und Helsinki-Wien. Der Briefwechsel.