Show Less
Restricted access

Ovid, Augustus und der Kult der Vestalinnen

Eine religionspolitische These zur Verbannung Ovids

Series:

Christine Korten

Die Frage nach dem Verbannungsgrund des Dichters Ovid wird in der Forschung seit 1437 sehr unterschiedlich beantwortet. In dieser Arbeit werden jedoch erstmalig die philologischen Ergebnisse, die sich aus einer Untersuchung der Fasti Ovids ergeben, an den althistorischen und rechtshistorischen Daten der Zeit gemessen und zu einem in sich stimmigen Ergebnis geführt. Diese aus dem synchronen Zusammenhang gewonnene These wird anhand der Briefe des Dichters aus der Verbannung verifiziert.
Aus dem Inhalt: Der politische Konflikt zwischen Octavian und Antonius vor der Schlacht bei Actium - Der Verstoß Octavians gegen das ius publicum in der aedes Vestae - Ovids crimen maiestatis: Der Dichter greift den Rechtsbruch Octavians auf und beschreibt in den Fasti die besondere - auch erotische - Rolle der Vestalinnen unter Augustus - Der error Ovids: Verschwiegenheit und Schuldbekenntnis in den Briefen aus der Verbannung.