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Staat, Kirche, Individuum

Studie zur süddeutschen Publizistik über religiöse Toleranz von 1648 bis 1819

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Christoph Schäfer

Der geschichtliche Beitrag des süddeutschen Raumes zu neuzeitlichen Toleranzvorstellungen wurde bisher wenig untersucht. Gerade hier drängten sich jedoch Territorien unterschiedlicher Konfession zusammen, die als erste deutsche Staaten Gewissensfreiheit auch verfassungsmäßig garantierten. Die süddeutsche Geschichte der religiösen Toleranz zwischen Westfälischem Frieden und Frühkonstitutionalismus wird in dieser Untersuchung thematisch breitgefächert dargestellt: Berücksichtigt wurden insbesondere publizistische Kontroversen, staatliche Religionspolitik und der Anteil von Gruppierungen und Einzelpersönlichkeiten. Leitgedanke im vielfältig verschlungenen Bild ist die These, daß die Auseinandersetzungen um religiöse Toleranz einen Interessenausgleich zwischen Staat, Kirche und Individuum anstrebten.
Aus dem Inhalt: Religiöse Toleranz im süddeutschen Raum - Toleranzgedanke und Religionspolitik in süddeutschen Territorien - Josephinisches Toleranzpatent - Katholische Aufklärung - Frühkonstitutionalismus - Toleranzdiskussion im akademischen Bereich.