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Anpassung und Gegenwehr

Die Parlamentsbeteiligung der Grün-Alternativen Liste Hamburg und ihre Folgen in der ersten Hälfte der achtziger Jahre

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Jörg Wischermann

Welche Freiräume und Grenzen hat fundamentaloppositionelle Politik im politischen System der Bundesrepublik? Führt eine Parlamentsbeteiligung zum Verlust antikapitalistischer und basisdemokratischer Politikansätze in einer «Ökosozialistischen» Partei? In der vorliegenden Untersuchung werden diese Fragen am Beispiel der Hamburger Grün-Alternativen Liste (GAL) untersucht. Die empirische Analyse der GAL zeigt ihren Versuch, sich den parlamentarischen Zwängen zur Abschleifung oppositioneller Energie durch verschiedene Formen der Gegenwehr zu entziehen. Diese Gegenwehr war jedoch nur teilweise erfolgreich. In der GAL vollzog sich jüngst eine Abkehr von fundamentaloppositionellen Positionen. Trotzdem bot sie zeitweise ein lehrreiches Beispiel dafür, daß unter bestimmten Bedingungen eine fundamentaloppositionelle Partei mit Erfolg zugleich «in und gegen Institutionen» agieren kann. Die Analyse beruht auf einer Fülle von Originaldokumenten, zahlreichen Interviews mit den Akteuren der GAL und auf der Beobachtung von Mitglieder-Versammlungen, Fraktionssitzungen und Landesvorstandssitzungen.
Aus dem Inhalt: Anspassung ist kein «ehernes Gesetz» - Zur Form und Funktion parlamentarischer Zwänge - Die GAL als «Ökosozialistische Bewegungspartei» - Die Fraktion der GAL unter parlamentarischem Anpassungsdruck - Die Tolerierungsgespräche zwischen GAL und SPD - Die Fraktion als innerparteilicher Macht- und Einflußfaktor - Die Entwicklung der Binnenorganisation der GAL - Die GAL zu Beginn der 90er Jahre.