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Deutsche Pressestimmen zum Saint-Simonismus 1830-1836

Eine frühsozialistische Bewegung im Journalismus der Restaurationszeit

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Stefanie Siebers-Gfaller

Die Studie beschäftigt sich mit jener Zeit, als der Saint-Simonismus in den Köpfen zahlreicher Künstler ( Heine, Varnhagenkreis, Jungdeutsche) lebendig war und in der Presse von Literaten, Hegelianern und Theologen stürmisch diskutiert wurde. Es wird gezeigt, wie die deutschsprachigen Zeitschriften, die damals immens an Bedeutung gewannen, der Herausforderung durch prä- und frühsozialistische Ideen begegnen. Deutlich treten dabei die Vermittlungsstrategien zutage, die die Vormärzjournalisten anwandten, um die repressiven Zensurbestimmungen Metternichs zu umgehen. Erstaunlicherweise haben gerade Gegner - wie aus den Reihen der theologischen Presse - zur Verbreitung des saint-simonistischen Gedankenguts beigetragen.
Aus dem Inhalt: Rezeption des saint-simonistischen Pilotprojekts «Sozialismus» - Theologie: Herausforderung und Sinnbild des allgemeinen Sittenverfalls - Wissenschaft: Originalität versus Eklektizismus - Politik: Arbeiteraufstand in Lyon - Literatur: Rhetorik zwischen Bekenntnispathos und Persiflage, das jungdeutsche Echo.