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Gefährliche Psyche

Figurenpsychologie in der Erzählliteratur des Realismus

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Friederike Meyer

Psychologie und Psyche stellen in der Erzählliteratur des Realismus eine Art Grenzphänomen dar. Die vorliegende Studie zeigt, daß Lebensentwurf und Personenkonzept des Realismus der Psyche nur in zeitlich begrenzten Krisensituationen zugestehen, das Verhalten der Figuren zu determinieren. Psychologisches Wissen erhält dabei eine zutiefst ambivalente Rolle: Es gefährdet die Integrität der Person, zugleich kann es aber auch die einzige Rettung vor ihrer Zerstörung sein. Diese restriktiv limitierte Funktion des Seelischen macht deutlich, daß die Erzählliteratur des Realismus an einer historischen Schwelle steht: zu einem neuen psychologisch determinierten Bild des Menschen.
Aus dem Inhalt: Spaltung und Abspaltung der Psyche - Authentizität versus Integrität der Person - Verborgenes Wissen der Psychologie - Zur Macht von Moral, Schicksal und Psyche - Quantitatives Druckmodell der Psyche.