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Die Concordia canonum des Cresconius

Studien und Edition

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Klaus Zechiel-Eckes

Die Concordia canonum des Cresconius galt der Forschung lange als Werk eines afrikanischen Kanonisten. Die auf breiter handschriftlicher Grundlage ruhenden quellenkritischen Ergebnisse vorliegender Studie rücken Italien als Heimat der systematischen Kanonessammlung stärker in den Blickpunkt. Neben Fragen nach Arbeitsweise, zeitlicher Einordnung und Identität des Verfassers steht die Rezeptionsgeschichte des Textes im Zentrum der Untersuchung. Analyse und Interpretation der Überlieferung fördern neue Aspekte zur kirchenpolitischen Situation im Langobardenreich des endenden 7. Jh. zutage, werfen aber auch ein bezeichnendes Licht auf karolingische Redaktionstätigkeit. Italien, Nordostfrankreich und angelsächsische Bildungszentren können im 9. Jh. als gleichermaßen starke Einflußbereiche erwiesen werden, während sich im 10. und 11. Jh. das Gewicht zugunsten Italiens verschiebt. Insgesamt kommt der Concordia canonum im frühen Mittelalter und weit darüber hinaus eine bedeutendere Rolle zu, als bisher bekannt war.
Teil 2 bietet die kritische Edition der Concordia canonum des Cresconius und löst damit ein Desiderat der Forschung ein. Auf der Basis ausführlicher Handschriftenbeschreibungen, der Klassifizierung und Wertung der Tradition wird der Text der Sammlung mit Apparat und Quellenkommentar vorgelegt.
Aus dem Inhalt: Studien zur Concordia canonum des Cresconius: Quellenanalyse - Arbeitsweise, Heimat, Identität des Verfassers - Rezeption des Textes im 7. Jh. - Karolingische Redaktionen - Nachwirkung im Zeitraum 9. bis 11. Jh. - Edition der Concordia canonum des Cresconius: Die bisherigen Drucke - Handschriftenbeschreibungen - Klassifizierung und Wertung der Tradition mit Stemma codicum - Text mit kritischem Apparat und Kommentar - Ausführliche Indices.