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Jakob van Hoddis: Der «Varieté»-Zyklus

Ein Beitrag zur Erforschung der frühexpressionistischen Großstadtlyrik

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Bernd Läufer

Jakob van Hoddis, frühexpressionistischer Schriftsteller «mosaischer Religion» und enger Freund Georg Heyms, Kurt Hillers und Erwin Loewensons, ist auch heute noch weitgehend unbekannt. Die vorliegende Untersuchung will durch die umfassende Analyse des «Varieté»-Zyklus, in dem sich die Vielfalt von Form und Aussage der Lyrik van Hoddis' widerspiegelt, die Bedeutung des bisher weitgehend auf die Rezeption von «Weltende» beschränkten Gesamtwerkes aufzeigen. «Varieté» charakterisiert mit den für van Hoddis wie für den Frühexpressionismus typischen formalen und stilistischen Mitteln die Bedrohung, Deformation und Zerstörung des Individuums und seiner Umwelt als Ergebnis der Überforderung des Menschen durch die entpersönlichenden Lebensverhältnisse der industrialisierten Gesellschaft.
Aus dem Inhalt: Die Manuskripte und Typoskripte und ihre textkritische Analyse - Varieté und Film am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts - Metrische, rhetorische und inhaltliche Interpretation - «Varieté» als Kultur- und Gesellschaftskritik - «Aufruhr» statt Aufbruch - Rezeptionsgeschichte.