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Drama und Politik in England 1656-1669

Kontinuität, Vielfalt und Wandel

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Ulrich Meissner

Das Jahr 1660 wird traditionell als politische und literarische Zeitenwende in England angesehen. Diese Arbeit will das einseitige Bild von der einschneidenden Bedeutung der Restauration Karls II. für das Theater korrigieren. Die genaue Analyse der Dramen um das Jahr 1660 zeigt neben Wandel auch Kontinuität. Unter Berücksichtigung der Biographie der Autoren und ihrer unmittelbar politischen Tätigkeit lassen die einzelnen Werke eine außerordentliche Vielfalt erkennen. Die vorliegende Studie belegt, daß ganz unterschiedliche politische Interessen in den Dramen vertreten wurden: von der Verteidigung der City gegen zentralistische Tendenzen Cromwells, der Armee und des Rumpfparlaments zur höfischen Satirisierung der Bürger, von der Verteidigung der gemäßigten Alleinherrschaft Cromwells wie des Königs bis zur rachedürstenden Attacke auf die Presbyterianer.
Aus dem Inhalt: Tatham: Dichter der City - Die Fortsetzung der Popular Tradition - Davenant: Diener zweier Herren - Cowley: Ehrliche Wandlungen - Wilson und die Reaktion - Orrery: Heroisches Drama und Politik - R. Howard: Politiker und Dramatiker.