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Die Kategorie der Unwahrscheinlichkeit im opernästhetischen Schrifttum des 18. Jahrhunderts

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Anne-Rose Bittmann

Der Oper als vertontem Drama wurden Maßstäbe und Regeln der Sprechbühne oktroyiert. Sie dienten zur Wahrung der Illusion der Bühnenhandlung. Zentrale Bedingungen waren Mimesisforderung, Beachtung der «drei Einheiten» und Ausschluß des «Wunderbaren», denn das Geschehen sollte gemäß antiken, überlieferten Prinzipien «wahrscheinlich» sein. Diesem Anspruch wurde die Oper selten gerecht: in der zeitgenössischen Kritik blieb kein Element des Musikdramas von dem Vorwurf der «Unwahrscheinlichkeit» verschont. Die vorliegende Studie zeigt dezidiert die Argumentationszusammenhänge auf, in denen die Kategorie der Unwahrscheinlichkeit in der Opernkritik eingesetz wurde.
Aus dem Inhalt: Interpretationen des Begriffs der «Wahrscheinlichkeit» - Diskussionen um das Prinzip der «imitatio naturae» und die Regel der «drei Einheiten» - Der Bedeutungsverlust des Dramas - Sprachvermischungen - Verzierungswesen - Einflußnahme der Sänger - Kritik an Gesangskastraten.