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Erotik als Einsicht

Zum Eros als Denk- und Verhaltensspur der eurozentrierten Kultur

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Frank Tischmeyer

Der Mensch ist noch nicht, was er sein könnte: frei, gerecht und dennoch selbstverantwortlich. Was zu seiner Werdung nötig wäre, beschreibt der Aufstiegsgedanke innerhalb der sokratischen Erosphilosophie/Erotik. Diese besondere Erotik wird in Auseinandersetzung mit Sokrates entwickelt und ihre Überlegenheit dabei sichtbar. Da wir Menschen noch im grausamsten Tun (Auschwitz) vom «Guten» unseres Handelns überzeugt sein können, trägt Sokrates die Wesensfrage an die (noch) Selbstüberzeugten heran: Was ist gut/gerecht? So verstandene Erotik wirkt weit in die europäische Kulturgeschichte nach. Wir verfolgen: Marxismus als Lustkultur? Freud als Verdunkler des Eros? Und letzlich kehrt die Frage nach dem guten Leben ganz aktuell mit Foucault und Glucksmann zurück: Dem freien Menschen wird seine Existenz zur Aufgabe. Und immer geht es um eine zweckdienliche Versöhnung von Ethos und Eros, um eine Ethik der nötigen «Wendezeit».
Aus dem Inhalt: Der sokratische Stachel als Herausforderung - Eine Brücke zwischen EPIKUR und MARX: Tendenzen und Lebensversuche einer Lustkultur - Das Seinige tun im eigenen Haus: Abriß der Psychoanalyse als erotisches Unterfangen? - Französische Untersuchungen zum menschlichen Begehren (Eros).