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Von der Gemeinschaft zur Einsamkeit

Studien zum Auftreten eines literatursoziologischen Phänomens im Werk Wilhelm Raabes

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Claudia Schwanenberg-Liebert

Wilhelm Raabe gilt auch heute noch als Dichter der behaglichen Innerlichkeit. Obwohl zahlreiche bedeutende Literaturwissenschaftler sich mit seinem Werk auseinandersetzten, fristet er nach wie vor eine Randexistenz in der Germanistik. In der Tat läßt sich in Raabes Werk die Bildung von Gemeinschaften als ein Hauptmotiv herausarbeiten. Die vorliegende Studie zeigt jedoch anhand ausgewählter Romane, daß Raabe diesen Rückzug in die Innerlichkeit nicht nur äußerst kritisch betrachtete, sondern darüber hinaus gerade in seinem Spätwerk eine völlige Destruktion jeden Gemeinschaftsgefüges konstatierte und somit ein falsch verstandenes Gemeinschaftsethos als Utopie entlarvte.
Aus dem Inhalt: Theorie der Gemeinschaft - Theorie der Gesellschaft - Wesenwillen und Kürwillen (nach Ferdinand Tönnies) - Interpretation ausgewählter Romane.