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Cheik Aliou Ndao

Ein senegalesischer Schriftsteller im Spannungsfeld zweier Sprachen: Französisch und Wolof

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Ute Gierczynski-Bocandé

Cheik Aliou Ndao gilt als einer der vielseitigsten und literarisch anspruchsvollsten senegalesischen Schriftsteller. Diese Monographie präsentiert den Autor und sein Werk vor dem Hintergrund des Landes, das sein Schaffenshintergrund bildet; Senegal. Ndao beweist in seinem historischen Theater die Existenz demokratischer Strukturen in den vorkolonialen politischen Systemen Senegals. In der Lyrik vereint Ndao stilistische und thematische Elemente der traditionellen Poesie (z.B. Preislieder), der Négritude-Lyrik und der politisch engagierten Dichtung. Seine Prosa bietet ein breites literarisches Spektrum der postkolonialen Gesellschaft Senegals; Ndao fungiert als Chronist, als Barometer sozialer und spiritueller Entwicklungen. In allen Genres beschritt Ndao einen originalen Weg der sprachlichen Gestaltung durch eine starke Ausrichtung an seiner Muttersprache Wolof, in der er zahlreiche Werke verfaßte. Der Autor zwischen den Sprachen Französisch und Wolof engagiert sich für die Ausweitung der senegalesischen Nationalsprache Wolof in das offizielle Leben und die Literatur. Sprachpolitische Fragen werden analysiert im Hinblick auf die Möglichkeiten zweisprachiger Literaten und einer modernen Literatur in den Landessprachen.
Aus dem Inhalt: Politische und kulturelle Entwicklung Senegals 1960-1990 - Ndao als exemplarischer senegalesischer Schriftsteller: der 'moderne Traditionalist' und Erzieher - Senegalesisches Theater: Priorität historischer Themen, Fortführung des traditionellen Dramas - Der bilinguale Lyriker; Ndaos Prosa als analytischer Spiegel seiner Gesellschaft; Plurilinguismus, Sprachenpolitik, Literatur in den Nationalsprachen.