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Signifikationsprozesse in Goethes 'Faust', Zweiter Teil

Mythologische Figur und poetisches Verfahren

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Gabriele Hesse-Belasi

Bisher wurde 'Faust II' entweder als allegorisches oder als symbolisches Kunstwerk gelesen. In diesem Buch wird erstmalig das Faust-Drama als Abfolge zeichentheoretischer Konzeptionen gedeutet. Neben Allegorie und Symbol konstituieren mythologische Erzählformen das Kunstschöne als Versuch der magischen Erlösung durch Fiktion. Der falsche Umgang mit Zeichen erscheint als Grundirrtum der Moderne und die 'Neue Mythologie' der Romantiker wird als magische Zeichenmanipulation entlarvt. Fausts Ende ist als 'Mythologie für den Zuschauer' Einübung des Rezipienten in den kompetenten Umgang mit Zeichen.
Aus dem Inhalt: Formen poetischer Diskurse - Fausts zeichentheoretische Irrtümer - Welt als Vorstellungsinhalt - Konstituierung des Kunstschönen - Scheitern der Erlösung durch Fiktion - Fausts Ende als 'Mythologie für den Zuschauer'.