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Politische Polizei und Sozialdemokratie im Deutschen Kaiserreich

Zur Tätigkeit der Politischen Polizei in der Provinz Hannover von der Zeit der Reichsgründung bis zum Ende des Sozialistengesetzes 1871-1890

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Reinhard Wilms

Die vorliegende regionalgeschichtliche Studie analysiert zum einen das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld der Politischen Polizei in Preußen und zum anderen die Entwicklung der hannoverschen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den beiden ersten Jahrzehnten des Deutschen Kaiserreichs. Mit Hilfe quellenkritischer Methoden bei der Auswertung von Polizei- und Justizakten wird die Struktur und Arbeitsweise der preußischen Polizei in dem rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen beleuchtet, in dem sie agierte. Die Einbeziehung der vorhandenen schriftlichen Zeugnisse der Arbeiterbewegung selbst ermöglicht u.a. interessante Aufschlüsse darüber, wie die alltäglichen Erfahrungen mit den «Polizeischuftereien» verarbeitet wurden. Die hannoverschen Sozialdemokraten hielten auch während der Sozialistengesetze an ihrer gewerkschaftlichen Grundorientierung und reformistischen Politik fest, was jedoch eine punktuelle Radikalität bei der Durchsetzung ihrer Ziele nicht ausschloß.
Aus dem Inhalt: Konstituierung der hannoverschen Arbeiterbewegung - Repressionstätigkeit der Politischen Polizei unter dem Sozialistengesetz - Dialektik von staatlicher Ausgrenzung und politischem Profil der Provinzialpartei.