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Herrschen mit den Heiligen

Kirchenbesuche, Pilgerfahrten und Heiligenverehrung früh- und hochmittelalterlicher Herrscher (ca. 500-1200)

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Ursula Swinarski

Herrscher des frühen und hohen Mittelalters haben mit ihren häufigen Besuchen von hl. Stätten, Pilgerfahrten und der Teilnahme an Kirchweihen nicht selten machtpolitische Ziele verfolgt und die Legitimität ihrer Herrschaft zu unterstreichen bzw. zu stärken gesucht. Heiligenverehrung war aber auch Herrscherpflicht; herrscherliche Repräsentation schloss demütige Devotion nicht aus. Die Grenze zwischen politischem und religiösem Bereich war im Mittelalter fliessend. Das vorliegende Buch versucht, diesen von der ereignisgeschichtlich orientierten Forschung oft vernachlässigten Aspekt mittelalterlicher Herrschaftsausübung neu zu gewichten und über einen weiten Zeitraum der Frage nach Kontinuität und Wandel nachzugehen.
Aus dem Inhalt: Legitimation - Herrscherbusse und Machtpolitik - Ostmission - Kirchenorganisation und staatliche «Souveränität» - «Siegbitte» und Dankpilgerfahrten - Anhang: Regesten zu Pilgerfahrten und Kirchenbesuchen von Herrschern (500-1200).