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Die Funktion der Diminutive in zeitgenössischen Romanen andalusischer und kastilischer Autoren

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Ulrike Lukas

Die Diminutive spielen im Spanischen eine bedeutsame Rolle. Seit einigen Jahrzehnten sind ihnen daher eine Reihe von Untersuchungen gewidmet worden, die von den unterschiedlichsten Positionen ausgehend zu teils ebenso unterschiedlichen Ergebnissen kamen: Ist die ursprüngliche oder hauptsächliche Funktion der Diminutivsuffixe die Verkleinerung oder nicht? Die zum Teil recht lebhafte Diskussion darüber, mit der Namen wie Amado Alonso und Eugenio Coseriu verknüpft sind, dauert noch an. Die vorliegende Arbeit versucht dazu einen Beitrag zu liefern. Statt Belege aus verschiedenen Texten und aus dem Zusammenhang des Gesamtwerks herausgerissen zu kommentieren, verfolgt sie die Verwendung der Diminutive in ausgewählten Romantexten unseres Jahrhunderts durch den jeweiligen Gesamttext hindurch und geht auf diese Weise deren textueller Funktion nach, wobei Leo Spitzers «Satzdiminutiv» eine Rolle spielt und eine grundsätzliche Funktion der Diminutive besondere Bedeutung erlangt, die als «Resonanzfunktion» herausgearbeitet wird. Über solche grundsätzliche Fragen hinaus gilt das Augenmerk der Verfasserin der Frage, wieweit spanische Autoren verschiedener geographischer Herkunft (Kastilien, Andalusien) in der Auswahl der Diminutivformen und in deren affektiver Verwendung unterschiedliche Tendenzen aufweisen.
Aus dem Inhalt: Gang und Stand der Forschung zu den Diminutiven - Überblick über die in Betracht gezogenen Funktionen - Einzelanalysen von Romanen (Erzähltext und Dialogpartien) - Wer verwendet im Gespräch Diminutive zum Ausdruck von was? - Der reale Diminutivgebrauch bei Andalusiern und Kastiliern im Spiegel literarischer Texte.