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Absprachen über die Verwendung empfängnisverhütender Mittel

... in Ehe, nichtehelicher Lebensgemeinschaft und sonstigen Beziehungen

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Knut Kolb

In unserer modernen aufgeklärten Gesellschaft ist die Anwendung von Verhütungsmitteln etwas Selbstverständliches. Auf breiter Front wird Aufklärungsarbeit geleistet, um einen verantwortungsvollen Umgang des einzelnen mit den Risiken des Geschlechtsverkehrs zu errreichen. Verantwortungsvoll handeln Partner, die vor dem Geschlechtsverkehr vereinbaren, ob und gegebenenfalls welches Verhütungsmittel angewendet werden soll. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs soll die Vereinbarung, empfängnisverhütende Mittel anzuwenden, rechtlich unwirksam sein. Das Gericht ist der Auffassung, die Entscheidung des einzelnen sei höchstpersönlicher Natur und einer Vereinbarung nicht zugänglich. Die vorliegende Studie kommt demgegenüber zu dem Ergebnis, daß Absprachen über die Verwendung empfängnisverhütender Mittel vertragliche Regelungen darstellen, deren Verletzung Schadensersatzansprüche begründen kann.
Aus dem Inhalt: Privatautonomie - Absprachen über Verhütungsmittel als vertragliche Regelung - Sittenwidrigkeit - Absprachewidriges Verhalten - «Kind als Schaden», Ersatzanspruch zwischen Familienmitgliedern.