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Zur kapitalistischen Entwicklung und Kapitalismus-Debatte in Südkorea

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Shin-Joon Hwang

Trotz des regen Interesses für Südkorea in der internationalen Schwellenländerdiskussion sind die Auseinandersetzungen innerhalb seiner progressiven akademischen Öffentlichkeit und sozialen Bewegungen kaum bekannt. Das vorliegende Buch behandelt die südkoreanische Kapitalismus-Debatte in den 80er Jahren, bei der es um die Charakterisierung der gesamten kapitalistischen Entwicklung in Korea und um eine Strategie der sozialen Bewegungen ging. Nach der Darstellung der Debatte werden die ihr zugrundeliegenden Probleme der realen Entwicklung anhand der kritischen koreanischen Forschungsergebnisse erläutert. Vor der Beurteilung der Debatte macht der Autor auf die politischen Rahmenbedingungen in Südkorea aufmerksam: eine extrem repressive Innenpolitik, die Tabuisierung Nordkoreas und die historische Konfrontation Koreas gegenüber den USA und Japan. Er würdigt dann die Debatte als eine Standortbestimmung im Kampf für die nationale Einheit und die Überwindung des abhängigen Kapitalismus, weist jedoch auf die Defizite der Debatte hin: Mangel an empirischer Fundierung und die Schwäche in den Vorstellungen von einer «gesellschaftlichen Umwälzung».
Aus dem Inhalt: Kapitalismusdebatte in Südkorea - Probleme der realen kapitalistischen Entwicklung Koreas - Theorie der Gesellschaftsformation - Theorie des staatsmonopolitischen Kapitalismus - Theorie des peripheren Kapitalismus - Theorie der kolonialen halbfeudalen bzw. halbkapitalistischen Gesellschaft.