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Von der allgemeinen Kulturaufgabe zur Berufskarriere im Lebenslauf

Eine bildungshistorische Untersuchung zur Professionalisierung der Sozialarbeit

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Ute Lange-Appel

Die Geschichte der beruflichen Sozialarbeit von ihren Anfängen bis zur jüngsten Vergangenheit wird in der vorliegenden Studie aus einer bildungshistorischen Perspektive analysiert. Ausgehend von Ergebnissen zu Überfüllungs- bzw. Mangelkrisen in akademischen Berufen und dem ihnen zugrundeliegenden Spannungsverhältnis zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem, wird nachgewiesen, daß die Professionalisierung der Sozialarbeit bis weit in die bundesrepublikanische Ära hinein durch die Konkurrenz von kulturellem Milieu und karrierespezifischem Ausbildungsanspruch charakterisiert war. Weiterhin wird gezeigt, daß diese Konkurrenz durch den außerordentlich hohen Feminisierungsgrad der beruflichen Sozialarbeit verschärft wurde, so daß die Untersuchung auch einen Beitrag zur neueren Frauenforschung liefert.
Aus dem Inhalt: «Natürlicher» Beruf versus Ausbildungsberuf (bis 1918) - Ausbildung statt Berufstätigkeit und Berufstätigkeit ohne Ausbildung (1919-1932) - Die Entprofessionalisierung des Berufs (1933-1945) - Statuserhöhung der Berufstätigen und Arbeitslosigkeit der akademisch gebildeten SozialarbeiterInnen (bis 1980).