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Das Domkapitel von Lucca im 15. und 16. Jahrhundert

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Ursula Bittins

Die vorliegende Studie gehört in eine Reihe von prosopographischen Untersuchungen, die sich mit den Inhabern von Kathedralpräbenden in verschiedenen europäischen Städten beschäftigen. Die kleine Stadtrepublik Lucca kann als Fallbeispiel gelten, anhand dessen man städtische Kirchenpolitik und Einflußnahme von außen bzw. die Verflechtung gesellschaftlicher Bezüge auch über die Stadt hinaus verdeutlichen kann. Das Datenmaterial zu den einzelnen Domherren gibt Aufschluß über Familienhintergrund, Bildung, Karriere, soziale Bindungen, Umstände der Amtsübernahme usw. Aus ihm lassen sich vor dem Hintergrund der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Ereignisse Rückschlüsse auf die Bedeutung der Dompräbenden, auf das Verhältnis von Stadtregierung und Domkapitel und auf die Beziehungen der Stadt zur Römischen Kurie ziehen, ebenso auf Selbstverständnis und Amtsauffassung des Klerus.
Aus dem Inhalt: Prosopographische Studie - Verflechtungstheorie - Städtische Elite - Verhältnis Ortskirche und Römische Kurie - Tridentinisches Konzil und Priestertum - Wirtschaftliche und religiöse Mentalität der Renaissance.