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Zeit des Zweiten Tempels - Zeit der Gerechtigkeit

Zur sozio-ökonomischen Konzeption im Haggai-Sacharja-Maleachi-Korpus

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Lutz Bauer

In der vorliegenden Arbeit werden die drei letzten Bücher des Zwölfprophetenbuchs als kunstvoll gestaltete kompositionelle Einheit betrachtet. Ein größerer biblischer Textbereich wird vorsätzlich synchron gelesen. Dieses Experiment eröffnet methodisch den Horizont für die Frage nach den sozio-ökonomischen Zusammenhängen zur Ptolemäerzeit. Das Haggai-Sacharja-Maleachi-Korpus enthält eine theozentrische Weltwahrnehmung, in der Prosperität als Frucht sozialer Gerechtigkeit und kultischer Integrität verstanden wird. Dabei klaffen kultische Feiern und soziales Verhalten nicht auseinander, sondern sind Teil eines kohärenten Verständnisses der Schöpfung, die nicht einseitig und auf Kosten anderer ausgebeutet werden darf.
Aus dem Inhalt: Im ersten Teil des Buches wird gezeigt, daß die drei letzten Bücher des Dodekaprophetons als sinnvolle Komposition aufgefaßt werden können. Der zweite Hauptteil untersucht die ökonomische Konzeption in diesem literarischen Kunstwerk aus der Ptolemäerzeit.