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«Nur noch 65.000 Tiefflugstunden»

Eine linguistische Beschreibung des Handlungspotentials von "hard news</I>-Überschriften in deutschen Tageszeitungen

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Stephan Oberhauser

In der Literatur wird gemeinhin die Auffassung vertreten, daß bei Überschriften über sog. hard news die grundsätzliche Tendenz bestehe, eine Zusammenfassung der Grundinformation des jeweiligen Artikels ohne explizite Wertungen oder Kommentierungen zu geben. Damit ist jedoch allenfalls der Forderung der liberalen Medientheorie nach größtmöglicher Objektivität Genüge geleistet, aber das Handlungspotential solcher Überschriften bei weitem nicht angemessen dargestellt. Hard news-Überschriften sind mehr als nur reduzierte Paraphrasen oder Orientierungshilfen über die Art der zu erwartenden Information. Mit bzw. in ihnen wird bewertet, emotionalisiert oder auch Neugierde geweckt. Die vorliegende Arbeit versucht, auf der Basis von handlungs-, sprechhandlungs- und texthandlungstheoretischen Aspekten das Handlungspotential von hard news-Überschriften zu beschreiben. Anhand von Beispielmaterial werden insgesamt 44 hard news-spezifische Handlungstypen und - wenn vorhanden - konventionell etablierte Realisierungsformen für die einzelnen Handlungstypen aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Massenkommunikationstheorie - Handlungstheorie - Sprachhandlungstheorie - Texthandlungstheorie.