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Graphische Symbolsysteme in der Aphasietherapie

Ihre theoretische Begründung und praktische Erprobung auf der Grundlage differenzierter Einzelfallbeschreibungen

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Ulrike de Langen-Müller

Graphische Symbolsysteme werden anders verarbeitet als phonologische und alphabetische Systeme. Der vorliegende Beitrag zeigt Wege auf, diese Tatsache für die Therapie von schweren Aphasien nutzbar zu machen. Verständnis und Gebrauch graphischer Symbole erfordern kognitive Prozesse, die bei Globalaphasikern erhalten sein können und als kompensatorische Kommunikationsstrategie einsetzbar sind. Unter linguistischen und psychologischen Aspekten wird der Zusammenhang zwischen Aphasie und Asymbolie diskutiert. Lernvoraussetzungen für den Erwerb graphischer Symbolsysteme werden definiert. Untersuchungsmateralien zur Symbolfähigkeit und therapeutische Verfahren werden im Rahmen einer Pilotstudie anhand von Fallbeispielen vorgestellt, wobei der förderdiagnostische und individuumsorientierte Ansatz eine zentrale Rolle spielt.
Aus dem Inhalt: Therapie bei Globalaphasikern - Alternative Kommunikation bei chronischer Sprachbehinderung - Kognitive Verarbeitung von Symbolsystemen - Individuumsorientierte Diagnostik und Therapie - Förderdiagnostisches Untersuchungsmaterial zur Symbolfähigkeit - Fallbeispiele.