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AIDS und Strafzumessung

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Cornelius Nestler-Tremel

Tausende von HIV-infizierten Beschuldigten, die in den nächsten Jahren vor Gericht stehen werden, haben eine deutlich verkürzte Lebenserwartung; eine Haftstrafe trifft sie besonders hart. Die Arbeit rekonstruiert die dogmatischen Grundlagen der Strafzumessung und die verfassungsrechtlichen Vorgaben, die eine Strafmilderung wegen der begrenzten Lebenserwartung gebieten. Eine Darstellung der psychoimmunologischen Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen der Haftsituation und dem Infektionsverlauf, die Erörterung der strafprozessualen Probleme von Prognosen über den Infektionsverlauf sowie ein Kapitel über besondere Probleme der Strafvermeidung bei Drogenabhängigen schließen sich an. Die Arbeit will nicht nur informieren, sondern auch den Verfahrensbeteiligten im Strafverfahren das Werkzeug in die Hand geben, das eine angemessene Berücksichtigung von AIDS bei der Strafzumessung möglich macht.
Aus dem Inhalt: Dogmatische Grundlagen der Strafmilderung wegen AIDS - Verfassungsrechtliche Relevanz begrenzter Lebenserwartung - Psychoimmunologie und Strafzumessung - Strafprozessuale Fragen der Beweiserhebung HIV-spezifischer Strafzumessungstatsachen - Besondere Probleme der Strafvermeidung bei Drogenabhängigen.