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Eduard von Keyserling

Konstanten und Varianten in seinem erzählerischen Werk ab 1903

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Irmelin Schwalb

Eduard Graf von Keyserling (1855 - 1918) fand mit seiner Erzählung «Beate und Mareile» den für ihn charakteristischen Typus der «Schloßgeschichte». In den folgenden fast zwanzig Texten blieb er diesem Typus treu, variierte und wandelte ihn jedoch stetig um. Dabei läßt sich eine Figurentrias von altem Aristokraten, junger Frau und jungem Verführer ausmachen, die die Handlungsabläufe konstituieren. Diese Figurentypen werden vorgestellt, ihre Handlungsmuster definiert und schließlich an einzelnen Texten interpretatorisch überprüft. Dabei beschränkt sich die Analyse nicht auf die erzählerischen Texte Keyserlings, sondern bezieht seine kulturhistorischen und anthropologischen Essays sowie kulturelles Wissen der Jahrhundertwende mit ein. Eine Interpretation des Hauptwerkes «Abendliche Häuser» im zweiten Teil der Arbeit faßt die Ergebnisse der Untersuchung des Keyserlingschen Erzählkosmos zusammen.
Aus dem Inhalt: Raumdisposition der Texte - Handlungstragende Figurentrias: Der 'gefaßte alte Aristokrat', die 'auserlesene eingehegte Adelstochter' und der 'rastlose verführerische Snob' - Verhaltensmuster der Figurentypen als Handlungsschema.