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Die Aporie der Freiheit

Zu Idealität und Ästhetizität des Menschenbildes Heinrich von Kleists

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Felicitas Sieger

Die vorliegende Studie eröffnet eine begriffslogische Auseinandersetzung mit den Konstituenten des Welt- und Menschenbildes Heinrich von Kleists und erörtert kritisch die Aporie eines «unpraktischen Lebensideals» am Begriff des Glücks und der Moral. Unter Einbeziehung der Konzeptionen von Aristoteles und Kant wird die Paradoxie einer Freiheit des Willens erörtert und als abstrakt bleibendes Telos der Sittlichkeit dargestellt. Ausführungen zu Kleists Reflexion über «Sprache, Geist und Wille» beschreiben Kleists Sehnsucht nach einer praktischen Lebensorientierung, die er aus dem philosophischen Entwurf einer neuen Literatur zu gewinnen versucht.
Aus dem Inhalt: Kritische Auseinandersetzung mit der Kleist-Forschung: das Insistieren auf der logischen Unauflösbarkeit des Gegenstandes, zusammengefaßt in der Summenformel des «Rätsels» Kleist - Der Rekurs auf das dichtende Subjekt und seine Lebensumstände - Die Auflösung der Dichtung in den Ausdruck psychischer Kräftekonstellation - Instrumentalisierung für weltanschauliche Konstrukte.