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Die Erzählstruktur in den Argonautika des Apollonios Rhodios

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Peter Gummert

Die Argonautika des Apollonios Rhodios (3.Jh. v. Chr.), das einzige vollständig erhaltene Beispiel der antiken Epik für den Zeitraum zwischen Homer und Vergil, werden meist am Ideal einer «homerischen» Handlungs- und Erzählstruktur gemessen und daher in ihrem Aufbau als mißraten beurteilt. Die vorliegende Studie weist zunächst nach, daß Apollonios den aristotelisch-homerischen Grundsatz der «einheitlichen und geschlossenen Handlung» bei der Gestaltung seines Epos nicht als verbindlich ansah. Mit Hilfe literaturwissenschaftlicher Methoden wird die Struktur der Argonautika eingehend neu untersucht. Im Ergebnis zeigt sich, daß der «unhomerische» Aufbau von Apollonios' Epos auf ganz eigene Intention zurückzuführen ist, die sich grundlegend von denen Homers und anderer Epiker unterscheiden.
Aus dem Inhalt: Apollonios' Argonautika und die epische Handlungseinheit - Die Erzählformen in den Argonautika - Personenreden - Vor-, nach- und gleichzeitige Handlungen - Katalog, Ekphrasis und Gleichnisse - Erzählereingriffe und Gegenwartsexkurse.