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Gedichte (Nachdruck)

Band 22 des Gesamtwerkes, Nachdruck der Ausgabe Weimar 1856.

Bernhard Gajek

Ludwig Achim v. Arnim teilt mit vielen hervorragenden deutschen Dichtern das Schicksal, dass seine Werke unzulänglich publiziert sind. Seine berühmte, mit Clemens Brentano zusammengetragene Sammlung «Des Knaben Wunderhorn» harrt noch der kritischen Edition. Die Dramen und Prosawerke Arnims sind durch neuere Ausgaben in ausreichendem Masse zugänglich. Aber seine Gedichte sind lediglich im 22. Band der von seiner Frau Bettina - Clemens Brentanos Schwester - und Wilhelm Grimm besorgten «Sämtlichen Werke» (1853-56) in grösserem Umfang gesammelt. Da der Gedichtband erst nach längerer Pause erschien, fehlt er in den meisten Exemplaren der «Sämtlichen Werke» und ist äusserst selten. Der Nachdruck des Bandes ermöglicht dem Philologen wie dem Liebhaber eine breitere Beschäftigung mit Arnims Lyrik. Achim v. Arnim (1781-1831), Spross eines altpreussischen Adelsgeschlechts, Freund und Mitarbeiter von Clemens Brentano und Joseph Görres (Rheinischer Merkur), bildete mit diesen den Mittelpunkt der Heidelberger Romantik (Zeitung für Einsiedler). Literarisch und politisch deutsch national gesinnt, schrieb er romantische Romane, Dramen und Novellen und kämpfte in den Freiheitskriegen gegen Napoleon.