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Aspekte des wissenschaftlichen Fortschritts

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Matthias Kaiser

Die philosophische Diskussion des Begriffes wissenschaftlicher Fortschritt hat sich als schwieriger erwiesen, als es die Philosophen der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts sich noch vorgestellt haben. Spätestens seit den Arbeiten Thomas Kuhns ist hierzu eine lebhafte Diskussion entbrannt. Die vorliegende Studie schlägt ein grundsätzliches Neudenken zu diesem Thema vor. Neuere Beiträge wie der Falsifikationismus, Strukturalismus, Naturalismus und Realismus werden kritisch diskutiert. Es wird dann versucht, der realen Wissenschaftsgeschichte angepaßt einen neuen Ausgangspunkt für wissenschaftstheoretisches Denken zu erarbeiten. Eine ausführliche Untersuchung der Geschichte der Theorie der Kontinentalverschiebung und Plattentektonik bildet den Ausgangspunkt für eine neue Konzeption wissenschaftlicher Erfahrung und Theoriebildung. Der Autor argumentiert für die Position des kritischen Realismus, behauptet die Unabhängigkeit empirischen Fortschritts in der Wissenschaft und ersetzt die Dichotomie Theorie-Erfahrung durch die Trichotomie Theorie-Phänomen-Erfahrung.
Aus dem Inhalt: Relativismus - Strukturalismus - Realismus - Laudans normativer Naturalismus - Methode und Rationalität - Bjerknes' Meteorologie - Normveränderung und Wissenschaft - Paläomagnetismus - Daten und Phänomene - Empirischer Fortschritt - Von Wegener zur Plattentektonik - Theorie und Modell - Erklärung und Kausalität - Theoretischer Fortschritt.