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Narzißmus und Schule

Zur Aktualisierung der Theorie vom exemplarischen Lehren und Lernen

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Karl-Friedrich Walter

Der Begriff Narzißmus umfaßt die gesellschaftlich verursachte Selbstwertproblematik der Subjekte der Gegenwart (Th. W. Adorno). So leiden Schüler wie Lehrer tendenziell unter narzißtischen Mängeln. Durch eine Aktualisierung der exemplarischen Lehre werden Schlüsselprobleme unserer individuellen und gesellschaftlich-politischen Existenz (W. Klafki) mit der narzißtischen Bedürftigkeit der Lernenden wie Lehrenden in Zusammenhang gebracht. Die Bearbeitung erfolgt nach dem Prinzip der Selbst-Regulierung (O. Negt); Gruppe und Lehrer bilden das notwendige Korrektiv; eine veränderte Organisationsform ist unumgänglich. Die Bearbeitung beider Dimensionen - die gesellschaftliche Repräsentativität der Sache und ihre narzißtische Bedeutung - ermöglicht, narzißtische Mängel abzubauen.
Aus dem Inhalt: Ergebnisse der Narzißmusforschung - Zur Metapsychologie des Narzißmus - Narzißmus als sozialwissenschaftliche Kategorie - Herausforderung von Pädagogik und Erziehungswissenschaft - Aktualisierung bzw. Neuformulierung der Theorie vom exemplarischen Lehren und Lernen als sozialwissenschaftlich begründete Didaktik.