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Herbartianismus als Paradigma für Professionalisierung und Schulreform

Ein Beitrag zur Bündner Schulgeschichte der Jahre 1880 bis 1930 und zur Wirkungsgeschichte der Pädagogik Herbarts und der Herbartianer Ziller, Stoy und Rein in der Schweiz

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Peter Metz

Die gängige Interpretation des Herbartianismus beruht auf einer Fehleinschätzung: Sie begreift ihn als eine Verkürzung der Pädagogik Herbarts und erklärt die Reformpädagogik als eine Erneuerung von Schule und Erziehung, die den erstarrten Herbartianismus notwendig ablöste. Der Autor geht hinter dieses Erklärungsschema zurück und beleuchtet die Leistungen des Herbartianismus am Beispiel der Reform des Bündner Primarschulwesens und der Professionalisierung der Bündner Lehrerschaft im wissenschafts-, kultur- und schulgeschichtlichen Kontext. Das Ende des Herbartianismus erweist sich als vielbedingter Prozess der Erosion und Transformation, den die Herbartianer selbst forcierten.

«Zu den seltenen Studien, die den Herbartianismus als historisches Phänomen wissenschaftlich ernst nehmen, gehört unzweifelhaft die nun vorliegende Forschung von Peter Metz. Die glückliche Verbindung einer zeitlich und räumlich eingeschränkten 'Lokalgeschichte' mit einer international weitreichenden pädagogischen Schule kann in Einzelheiten nachweisen, dass die Erscheinungen und Wrikungen des Herbartianismus facettenreicher sind, als bisher angenommen bzw. als bisher bekannt war. Ein forschungsmethodisch sorgfältiges und unvoreingenommen distanziertes Vorgehen, das in der pädagogischen Forschung nicht als Selbstverständlichkeit bezeichnet werden kann, zeichnet Metz' Arbeit aus. ...sowohl als Beitrag zur Erforschung der Bündner Schulgeschichte als auch zum Herbartianismus allgemein, wie ebenfalls zur Wirkung und Rezeption des Herbartianismus in der Schweiz, handelt es sich um eine gewichtige Forschung.» (Heinz Rhyn, Bildungsforschung und Bildungspraxis)
«Seine Arbeit wird für jeden, der sich um die Kultur-, Schul- oder Sprachgeschichte des 19. Jahrhunderts in Graubünden bemüht, ein bleibender Ausgangspunkt sein. ...Die Arbeit von Metz hat ihre Bedeutung weit über den Bündner Kontext hinaus. Sie zeigt an den vielfach engen und, wie oben schon erwähnt, besonders verwickelten Bündner Verhältnissen wichtige Probleme der Geschichte der Pädagogik auf.»(Johannes Flury, Bündner Monatsblatt)
«Metz hat mit dieser Studie eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Herbartianismus als internationale pädagogische Bewegung präziser und differenzierter beschrieben werden kann.» (Michael Knoll, Bildung und Erziehung)
«...sowohl als Beitrag zur Erforschung der Bündner Schulgeschichte als auch zum Herbartianismus allgemein, wie ebenfalls zur Wirkung und Rezeption des Herbartianismus in der Schweiz, handelt es sich um eine gewichtige Forschung.» (Heinz Rhyn, Bildungsforschung und -praxis)
«The apparent resurgence of interest in Herbartianism among educational historians in many countries is well served by Metz's analysis.» (Kathleen Cruikshank, History of Education Quarterly)