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Begrifflichkeit und Bildlichkeit der Reformation

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Italo Michele Battafarano

Traditionelle Weltvorstellungen werden zu Beginn der Neuzeit von der reformatorischen Bewegung ebenso betroffen wie religireformatorischen Bewegung ebenso betroffen wie religiöses Empfinden und theologisches Denken. Hauptgegenstand der hier gesammelten Forschungen ist das für viele Reformatoren zentrale Problem, ob die göttliche Wahrheit der Offenbarung in als historisch bedingt erkannte Medien (Bild/Sprache) eingefangen werden könne bzw. ob eine Hierarchie der Medien zu hypostasieren sei. Die Überlegungen des Theologen Thomas Müntzer zur Sprache als Medium göttlicher Offenbarung und zugleich als potentielles Instrument der Täuschung von Gläubigen durch Schriftgelehrte bilden den Ausgangspunkt der meisten Beiträge. Ausgehend von der Notwendigkeit einer differenzierten Analyse bestimmter Aspekte des Gedankengutes der einzelnen Reformatoren, wird eine pauschale Aufteilung der deutschen Reformation nach sozial-politischen Kategorien fragwürdig.
Aus dem Inhalt: Der Bilderstreit in Wittenberg, Straßburg und Zürich - Müntzers Bundestheologie - Müntzers Metaphorik - Müntzers Vorstellung des auserwählten Volkes und einer Volkstheologie - Müntzers und Luthers Auseinandersetzung mit Zins- und Wuchergeschäften - Simon Haferitz - Sebastian Francks Friedenstheologie.