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Menschen «stärken»

Prävention durch Interaktion-«Psychologischer Dienst für Kindertagesstätten»

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Katharina Maucher

Das Präventionsmodell «Menschenstärken» sieht den Menschen als vollständiges, kompetentes - nicht primär defizitäres - Wesen, dessen Leben sich vollzieht in einem Prozeß der Selbstentfaltung und -verwirklichung. Methodisch-konzeptionell ist das demokratische Verfahren der 'Interaktion zwischen Personen mit verschiedenartigen, aber gleichwertigen Kompetenzen' ein Gegenentwurf zu Beratungs- und Supervisionskonzepten, in denen die Faktoren Autorität (Macht) und Abhängigkeit (Hilfsbedürftigkeit) zentral sind. Inhaltlich ist dieses interdisziplinäre Projekt zu verstehen als Modell für das pädagogische Feld, eingebettet in das soziale Netzwerk und damit kritisch gegenüber traditionellen Arbeitsweisen von Erziehungsberatungstellen. Die zukunftweisende Zielpräferenz des Konzeptes besteht darin, soziale Strukturen mitzugestalten und dadurch Handlungsmöglichkeiten für Menschen so zu erweitern, daß sie ihr Leben selbst bestimmen können.
Aus dem Inhalt: Implementierte Psychologie durch kontinuierliche Interaktion im pädagogischen Feld auf der Basis von Hierarchielosigkeit - Originäres Verständnis von Psychologie als Grundlage für PsychologInnenidentität - Bereitschaft zu Veränderung und Identität als Interaktionsprämisse bei allen Beteiligten - Interaktion als Garant für Kompetenz und Selbstwert - Prävention unter gewechselter Perspektive: nicht defizit-, sondern stärkenorientierte Prävention.