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Bauhaus-Architektur: Die Rezeption in Amerika, 1919-1936

Herausgegeben vom Bauhaus Dessau

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Margret Kentgens-Craig

Der weltweite Einfluß des Bauhauses ist vielfach untersucht und erläutert worden. Es ist heute unbestritten, daß die Ideen dieser wohl bedeutendsten Kunst- und Architekturschule des Zwanzigsten Jahrhunderts gerade in den Vereinigten Staaten einen außerordentlichen Wirkungsgrad erreichten. Allein die Skylines der großen amerikanischen Städte geben dafür ein Zeugnis. Die Frage, wie es zu dem phänomenalen Erfolg des Bauhauses in Amerika kommen konnte, wurde dagegen unzulänglich beantwortet: Der beliebte Hinweis auf die Immigrationen bestimmter Bauhaus-Persönlichkeiten bleibt eine zu einfache Erklärung. Diese Arbeit, die sich als Beitrag zur Bauhaus-Rezeptionsforschung versteht, sucht daher die für das Bekanntwerden des Bauhauses in Amerika maßgeblichen Faktoren nachzuvollziehen sowie das Image, das bestimmte Architekten des Bauhauses für die dortige Szene attraktiv machte, zu beschreiben. Diese Rekonstruktion ergibt nicht nur durch Heranziehung bislang unberücksichtigter Quellen neue Einsichten hinsichtlich des Bekanntwerdens des Bauhauses in den USA, sondern ist auch spannend zu lesen, nicht zuletzt aufgrund der Beachtung politischer Aspekte, wie der Beschattung von Walter Gropius und Mies van der Rohe durch das FBI.
Aus dem Inhalt: Architekturpraxis und -theorie im Nachkriegsamerika - Identitätssuche der neuen Großmacht USA - Architektur als Vehikel von Machtdemonstration - Fachkritische Definitionen von 'Modernität' - Bekanntwerden des Bauhauses - Rezipiertes Bauhausbild - Kontroverse um avantgardistische Ästhetik und deutschen Kultureinfluß - Ideologische Implikationen im Rezeptionsprozeß.