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Die Reorganisation des Parteiensystems in Brasilien von 1979

Ein Beitrag zur Diskussion der Redemokratisierung in Lateinamerika

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Ernst Veser

Brasilien wurde von 1964 bis 1985 von den Militärs regiert. Nach einer Phase politischer Repressionen hatte sich das Regime 1973/74 konsolidiert und leitete eine Entspannungspolitik ein. Kernstück dieser Politik, die von 1979 an «abertura politica» genannt wurde, war die Einführung eines Mehrparteiensystems. Aber die Gewährung demokratischer Institutionen war in ihren Auswirkungen nicht deckungsgleich mit einem Zugewinn an Demokratie, denn die Militärs gaben ihre politischen Positionen nur Zug um Zug preis. Die Studie beschreibt die geschichtliche Entwicklung des politischen Systems Brasiliens und untersucht darauf aufbauend den Prozeß der Redemokratisierung - einen komplizierten 'Balanceakt' zwischen Parteien und Militärs, der mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung (1988) und der Direktwahl des Staatspräsidenten 1989 formal erfolgreich abgeschlossen wurde.
Der Autor: Ernst Veser wurde 1946 in Schüller geboren. Er studierte Pädagogik und Politik an der Universität zu Köln. Bis Mai 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Politikwissenschaft der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.