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Die Qualität der Rücktrittsbemühungen des Täters beim beendeten Versuch

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Hubertus Kolster

Für den strafbefreienden Rücktritt vom beendeten Versuch verlangt das Strafgesetzbuch, daß der Täter die «Vollendung verhindert». Der Inhalt der Aktivitäten, die der Täter entfalten muß, ist in Rechtsprechung und Literatur äußerst umstritten. Der BGH hat seine ältere Rechtsprechung, nach der eine irgendwie geartete Kausalität für das Rettungsverhalten ausreichend war, nunmehr aufgegeben und verlangt jetzt, daß der Täter die Rettungsmöglichkeiten ausschöpft und nichts dem Zufall überläßt. Die Untersuchung erarbeitet anhand der dogmatischen Grundlagen des Rücktritts die Anforderungen für das Merkmal «Vollendung verhindert».
Aus dem Inhalt: Gesamtbetrachtung von Versuch und Rücktritt - Ratio legis des Rücktritts - Strafgrund des Versuchs - Systematische Stellung - Versuchsarten - Auswertung der BGH-Urteile.