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Zur Deutung der 'Darmstädter Madonna'

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Christel Auge

Die 'Darmstädter Madonna' von Hans Holbein d.J. zählt zu den prominentesten Hauptwerken der deutschen Malerei in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine rätselhafte Ikonologie beschäftigte die Forschung über Jahrhunderte hinweg immer wieder. Die Autorin versucht eine Deutung dieses verschlüsselten Bildinhaltes nach der ikonischen Methode ihres Lehrers Max Imdahl. Das führt zu teilweise verblüffenden Erkenntnissen, die - bei aller angebrachten Skepsis einem mehr als 450 Jahre alten Kunstwerk gegenüber - immer am Bild selbst bzw. an seinem historischen Hintergrund orientiert bleiben. Es darf wohl behauptet werden, daß dieses Werk H. Holbeins d.J. bisher nicht so detailliert gesehen und interpretiert worden ist.
Die Einbeziehung der historischen Ereignisse aus der Entstehungszeit des Bildes - 1526/28 - in den gesamten Deutungskontext wirft ein neues Licht auf die Motivation, die wahrscheinlich die Veranlassung zur Stiftung des Gemäldes gewesen ist.