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Studien zum Rachegedanken in der deutschen Literatur des Mittelalters

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Thomas Möbius

Die Rache ist ein herausragender Bestandteil des germanischen Ehrenkodex. Auch in der mittelhochdeutschen Literatur spielt sie eine wichtige Rolle. Hat sich also das germanische «Erbe» gegen die Ideale der höfischen Humanität und der christlichen Nächstenliebe durchgesetzt? Die vorliegende Studie beschreibt zunächst die Entwicklung des Rachegedankens bis zum 11. Jahrhundert aus theologischer, rechtsgeschichtlicher und literaturgeschichtlicher Sicht. Anhand eines Werkes wird dann exemplarisch die Rezeption des Rachegedankens in der heroischen, christlichen und höfischen Welt untersucht. Die Einbeziehung weiterer Werke der behandelten Dichter sowie der zeitgenössischen Rechtsquellen vervollständigt das Bild des Rachegedankens, wie es uns in der mittelhochdeutschen Literatur in teilweise sehr unterschiedlicher Bewertung überliefert ist.
Aus dem Inhalt: Rechtsgeschichtliche, theologische und literaturgeschichtliche Aspekte des Rachegedankens - Rache in der heroischen Welt - Rache in der geistlichen Welt - Rache in der höfischen Welt.