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Morbus Crohn aus psychosomatischer Sicht

Eine Untersuchung über somatopsychisch-psychosomatische Zusammenhänge bei Morbus Crohn unter besonderer Berücksichtigung differentieller somatischer Parameter

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Hermann Federschmidt

M. Crohn, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, zeigt eine große Varianzbreite im Krankheitsbild. Auf dem Hintergrund eines umfangreichen Literaturüberblicks werden Ergebnisse einer breit angelegten Crohn-Studie dargestellt und diskutiert. Durch die Befunde wird deutlich, daß die bei M. Crohn-Patienten in der Literatur uneinheitlich beschriebenen Persönlichkeitsmerkmale in Zusammenhang mit der heterogenen Krankheitssymptomatik stehen. Eine Differenzierung der Krankheitsverläufe in «M. Crohn-typisch» und «Colitis ulcerosa-ähnlich» erweist sich als besonders bedeutsam. Die «M. Crohn-typischen» Crohn-Untergruppen - jedoch nicht die «Colitis ulcerosa-ähnlichen» - besitzen «pseudounabhängige» Merkmale; eine Fassade, die im akuten Krankheitszustand zusammenbricht. Durch die Ergebnisse erhalten Befunde früherer Arbeiten eine neue Bedeutung: ein multifaktoriell bedingtes Krankheitsgeschehen wird nahegelegt, bei dem somatische wie psychische Faktoren in Wechselwirkung miteinander verbunden sind.
Aus dem Inhalt: Psychosomatische Wechselwirkungen bei M. Crohn - Untergruppenbildung bei M. Crohn - Einfluß von Lebensereignissen in Kindheit und Jugend auf den Verlauf der Crohn-Erkrankung - Prämorbide Psychodynamik bei M. Crohn - Alexithymie-Konzept - Krankheitsmodell von Engel und Schmale - Vergleich zwischen M. Crohn und Colitis ulcerosa - Frage nach der Krankheitsentität «M. Crohn».