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Norm und Begründung

Zur Logik normativen Argumentierens

Hubert G. Fackeldey

Die sprachlich-logische Analyse normativen Argumentierens erweist Normen und Werturteile als der Begründung bedürftig und auch einer Begründung fähig. Begründungs verfahren, mit denen für Sollensbehauptungen das Begründungs postulat eingelöst werden kann, müssen freilich dem Humeschen Gesetz genügen und dürfen nicht einen naturalistischen Fehlschluß enthalten. Die klassische Begründungs idee erweist sich jedoch auch für normative und wertende Urteile durch ihr Scheitern im Begründungs trilemma als unerfüllbar. Die Verabschiedung des klassischen Rationalismus führt aber nicht nur zu der Wahl zwischen Kritischem Rationalismus und Transzendentalpragmatik, sondern bestätigt auch die Vielfalt der Elemente des moralischen Bewußtseins, der oft konkurrierenden Erkenntnisweisen, Argumente, Prinzipien, die seit je und immer wieder in der Reflexion auf die Bedingungen des Sollensanspruchs entdeckt wurden.
Aus dem Inhalt: U.a. Typologie der Normen - Ausschlußbeziehungen zwischen Typen von Normen und zwischen Typen von Werturteilen - Deontologische und teleologische Begründungsverfahren - Humesches Gesetz und Naturalistischer Fehlschluß - Das Münchhausen-Trilemma und seine Konsequenzen für die Begründung von Normen: Pluralismus statt Monismus.