Show Less
Restricted access

Moses Henochs Altschul-Jeruschalmi «Brantspigel»

Transkribiert und ediert nach der Erstausgabe Krakau 1596

Series:

Sigrid Dachlika

Moses Henochs «Brantspigel» ist das im 17. und 18. Jahrhundert wohl bekannteste jüdischdeutsche Moralbuch. Es war für die jüdische Frau bestimmt und enthält eine Fülle von Material, an dem sich Einblick gewinnen läßt in das jüdische Leben des 16. Jahrhunderts. Bisher war es der Germanistik jedoch kaum zugänglich, da es nur in wenigen weitverstreuten Exemplaren in hebräischen Buchstaben vorliegt. Nach der Krakauer Erstausgabe von 1596 wurde der «Brantspigel» etwa zehnmal gedruckt. Mit dem Werk setzt die «klassische» Periode der jüdischdeutschen Moralliteratur ein, die an das eher abstrakte und dogmatische hebräische Moralbuch anknüpft und sich ihm gegenüber dadurch auszeichnet, daß hier Fragen des alltäglichen Lebens abgehandelt werden.
Aus dem Inhalt: «welches is ain gut weib oder ain bös weib» - «wi sich di züchtig vrau ver halt im hous» - «wi man sich sol ver halten mit vater un' muter» - «wi man sich sol ver halten über dem tisch» - «wi man di kinder soll der zihen zu guten».