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Die literarische Travestie

Terminologische Systematik und paradigmatische Analyse-(Deutschland, England, Frankreich, Italien)

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Thomas Stauder

Die literarische Travestie stand in der Forschung bis heute sehr stark im Schatten der Parodie, eine umfassende monographische Studie zum Thema Travestie lag bisher für keine der europäischen Nationalliteraturen vor. Diese Forschungslücke möchte die vorliegende Arbeit auf zweifache Weise schließen: Einerseits in systematischer Hinsicht, indem ein Wortverwendungsvorschlag für den literaturwissenschaftlichen Terminus «Travestie» erarbeitet wird; andererseits in historischer Hinsicht, indem ein chronologischer Überblick der wichtigsten nationalen Travestien in Deutschland, England, Frankreich und Italien geboten wird. In der Wort- und Begriffsgeschichte wird der Zeitraum von 1633 (dem europaweit ersten Beleg von «Travestie» im literarischen Sinne) bis heute abgedeckt; vorgestellt werden Travestien hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Aus dem Inhalt: Giovanbattista Lalli, L'Eneide travestita (Rom 1633) - Paul Scarron, Le Virgile travesty (Paris 1648-52) - Charles Cotton, Scarronides or Virgil Travestie (London 1664-65) - Aloys Blumauer, Virgils Aeneis travestirt (Wien 1782-88).