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Der literarische Raum

Konzeptionen und Entwürfe

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Knut Brynhildsvoll

In der vorliegenden Studie wird die Gesamtproblematik räumlicher Darstellung in der Literatur in einen umfassenden theoretischen und praktischen Kontext hineingestellt und den vielen Erscheinungsformen spatialer Vertextungen in der Literatur der Postmoderne nachgegangen. Es werden dabei bevorzugt Langprosatexte herangezogen, die eine Angleichung an die Prinzipien der Raumgestaltung in den bildenden Künsten anstreben. An Hand eines signifikanten deutsch- und skandinavischsprachigen Textkorpus werden typologische und funktionale Möglichkeiten der literarischen Applikation kubistischer und konjunktivischer Modelle, der skripturalen Umgestaltung der Panorama- und Lexikonstruktur sowie der spatialen Dimensionierung in der Systemdichtung aufgezeigt. Eine Analyse der mittelalterlichen Grettis Saga zeigt, daß literarische Raumstrukturen schon lange vor Lessing zu den konstitutiven Merkmalen der Kunstprosa gehörten.
Aus dem Inhalt: Formen literarischer Raumdichtung - Literarische Chronotopoi - Paradigmatische Schreibansätze - Kubistische und konjunktivische Schreibmodelle - Systemdichtung - Panoramastruktur - Lexikonroman.