Show Less
Restricted access

Der Deutsch-Österreichische Telegraphenverein und die Entwicklung des deutschen Telegraphenwesens 1850-1871

Eine Fallstudie zur administrativ-technischen Kooperation deutscher Staaten vor der Gründung des Deutschen Reiches

Series:

Josef Reindl

Mit der Industrialisierung gewannen Ausbau und Vernetzung des Verkehrs- und Nachrichtenwesens zunehmende Bedeutung. Der vorliegende Band, erarbeitet auf der Basis unveröffentlichter Quellenbestände, schildert die Tätigkeit des 1850 von Preußen, Österreich, Bayern und Sachsen gegründeten Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins (DÖTV), dem die Koordinierung des zwischenstaatlichen Telegraphenverkehrs oblag, vergleichbar etwa mit der Tätigkeit des Deutschen Zollvereins. Diese Zusammenarbeit vollzog sich im Spannungsfeld partikularstaatlicher Interessen einerseits und der Notwendigkeit zu technisch-administrativer Kooperation andererseits. Der Band stellt den Aufbau des Telegraphenwesens in deutschen Einzelstaaten und dessen Vernetzung dar und zeigt, wie aufgrund der koordinierenden Tätigkeit des DÖTV ein einheitliches Telegraphensystem in den beteiligten Staaten bereits vor der Reichsgründung von 1871 entstand. Bemerkenswert war dabei, daß diese Zusammenarbeit deutscher Einzelstaaten von den politischen Auseinandersetzungen der Zeit nicht beeinträchtigt und auch nach dem Krieg von 1866 weitgehend unverändert fortgesetzt wurde.
Aus dem Inhalt: Telegraphentechnik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - Grenzüberschreitende Kooperation im Verkehrs- und Nachrichtenwesen - Gründung und Tätigkeit des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins: Technik Organisation, Finanzen - Ausbau des Telegraphenwesens in deutschen Einzelstaaten - Europaweite Koordinierung des Telegraphenwesens - Reichsgründung und Auflösung des DÖTV.