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Grundlagen offener Sprachen

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Rainer Hopfgarten

Menschliche Erkenntnis ist auf Sprache angewiesen, diese aber wird durch Erkenntnis geprägt und umgestaltet. Aus der Sicht der Informatik stellt sich die Frage: Wie soll Wissen, das auf einer derartigen Verklammerung beruht, in einem Computer (und das heißt formal) repräsentiert werden? Dieses Grundproblem wird hier als informatische Ausprägung des «hermeneutischen Zirkels» genommen, und dieser in einer erweiterten Theorie der Berechenbarkeit ( Scott's Domains) modelliert. Das Resultat ist der Kern einer typenfreien approximativen Informationslogik. Jede «Aussage» einer Ebene n ist isomorph mit einem Aussagebestandteil der Ebene n+l, der den Informationsgehalt der Aussage n nichtlokal speichert. Dieser mathematische Gehalt wird aus Analysen zum Aussagebegriff bei Aristoteles entwickelt, wobei Arbeiten Martin Heideggers zur Unterstützung herangezogen werden.
Aus dem Inhalt: Typ-1- und Typ-2-Berechenbarkeitstheorie - Hermeneutische Analyse informatischer Anwendungsproblematik - Klassischer/moderner Aussagebegriff - Qualitativer Informationsbegriff - Repräsentation unvollständiger Kenntnisse - Aristotelische Logik.