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Kindermädchen

Ihre Bedeutung als Bezugspersonen für Kinder in bürgerlichen Familien des Zweiten Deutschen Kaiserreichs (1871-1918)

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Jutta Becher

Kindermädchen stellten für Kinder in bürgerlichen Familien des Zweiten Deutschen Kaiserreichs eine häufig anzutreffende und meist prägende Sozialbeziehung in den ersten Lebensjahren dar. Ausgehend von der historischen Kontroverse um die Wirkungen einer Erziehung durch Kindermädchen, wird in der vorliegenden Untersuchung nach den Erwartungen gegenüber Kindermädchen gefragt, wie sie sich in Ausbildungsbestrebungen und in den Normen darboten, die in Ratgeberschriften kodifiziert und somit als Arbeitsdefinitionen und -anweisungen zu verstehen waren. Anhand authentischer Aussagen in autobiographischen Texten werden die Erziehungsleistungen der Kindermädchen sowie ihre Rolle als Bezugspersonen für die betreuten Kinder überprüft; zudem geben die konkreten Erlebnisse der bürgerlichen Autoren mit den Kindermädchen Aufschluß über die subjektive Verarbeitung dieser Beziehungsstruktur.
Aus dem Inhalt: Kindheit im Bürgertum des Deutschen Kaiserreichs - Frühkindliche Bindungs- und Trennungserfahrungen in der Familie - Erfahrungen mit Kundermädchen im Spiegel von Autobiographien - Häusliches Erziehungspersonal: Norm und Realisation ihres Berufs.