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Machtkonstellationen einer deutschen Revolution

Alfred Döblins Geschichtsroman «November 1918»

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Christina Althen

Der Romanzyklus November 1918. Eine deutsche Revolution von Alfred Döblin (1878-1957) ist in der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts einzigartig. Döblin zeichnet die geschichtliche Entwicklung der Deutschen zwischen 1918 und 1945 in ihren machtpolitischen Konstellationen nach. Geschichte wird zu einem Gesamtzusammenhang, der die Begegnung des Lesers mit einer vergangenen, tatsächlichen Lebenswirklichkeit ermöglicht. Das historische Erkenntnisinteresse vorliegender Studie erstreckt sich auf alle Bereiche der Handlung. Analysiert werden die vielschichtigen Gründe für das Erstarken des Nationalsozialismus wie des Extremismus und Irrationalismus insgesamt. November 1918 bringt in vielen Details eine geradezu verblüffende Hellsichtigkeit Döblins ans Licht: Er erspürt historische Zusammenhänge, die zur Zeit der Abfassung des Romans noch nicht bekannt waren oder jahrzehntelang anders interpretiert wurden.
Aus dem Inhalt: Döblins Begriff von Geschichte aus handlungstheoretischer Sicht - Konstellationen der Macht - Das Volk - Militär und alte Funktionseliten - Regierung und Revolutionäre - Die alliierten Kriegsgegner - Diffamierung und Verfolgung als Wurzeln von Gewalt - Friedrich Becker als Aussteiger.